In der Vergangenheit haben wir euch mitgeteilt, dass ihr neben tellmeGen auch Koko Genetics für die genetische Analyse von Hunden nutzen konntet.
Nun freuen wir uns, euch unsere genetischen Analysen für Katzen vorstellen zu können.
Neben den 23 Chromosomenpaaren des Menschen und den 39 Chromosomenpaaren des Hundes sind nun auch die 19 Chromosomenpaare der Katze das Ziel unserer Wissenschaft.
Die Erforschung der DNA einer Katze (Felis catus) ist nicht so neu, wie es scheinen mag.
Der erste Entwurf des Katzengenoms wurde 2007 von einer vierjährigen Abessinierkatze namens Cinnamon erstellt. Sie war das siebte sequenzierte Säugetier – nach dem Menschen, dem Schimpansen, der Maus, der Ratte, dem Hund und der Kuh.
In diesem Wettstreit haben die Hunde die Katzen geschlagen.
Es gelang, etwa 65 % des Euchromatins des Katzengenoms zu entschlüsseln.
Euchromatin ist der weniger verdichtete Teil des Chromatins (der Struktur, die Chromosomen bildet), da es den größten Teil der Gene und die aktivsten DNA-Regionen enthält.
Diese Forschung geschah nicht nur aus Altruismus. Bereits damals waren über 200 Katzenkrankheiten bekannt, die menschlichen Erkrankungen ähnelten.
Das Projekt war Teil eines Plans zur Untersuchung der Genome von Tierarten, die als Tiermodelle für Krankheiten dienen könnten.
Die umfangreiche veterinärmedizinische Literatur über Katzen machte sie besonders geeignet für diese Forschungen. Dasselbe geschah mit Hunden.
2014 wurde das vollständige Genom von Cinnamon sequenziert, begleitet von zwei weiteren Katzen-Genomanalysen – einer russischen Katze namens Boris und einer europäischen Wildkatze namens Sylvester.
Diese Sequenzierung umfasste bis zu 21.865 proteincodierende Gene.
Eine interessante Tatsache: Die genetische Ähnlichkeit zwischen Hauskatzen und ihren wilden Verwandten ist viel größer als die zwischen Hunden und Wölfen.
Wirklich überraschend ist das nicht, oder?
Das ehrgeizigste Forschungsprojekt zum Katzengenom ist 99 Lives.
Da die Kosten für Massensequenzierungen in den letzten Jahren erheblich gesunken sind, plant Dr. Leslie Lyons, die Genome von über 100 Haus- und Wildkatzen zu untersuchen.
Wer könnte für diese Arbeit besser geeignet sein als eine der weltweit führenden Felin-Genetikerinnen, die bereits mit Cinnamon gearbeitet hat?
Viele ihrer Ergebnisse wurden in renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht und haben genetische Varianten entdeckt, die sowohl mit Krankheiten als auch mit physischen Merkmalen in Verbindung stehen.
Zudem haben Dutzende von Freiwilligen die genetischen Daten ihrer Katzen zur Verfügung gestellt, um das Projekt zu unterstützen.
Koko Genetics reitet nun auf den Schultern dieser Giganten.

Was bieten wir für deine Katze an?
Wenn du bereits den Test gemacht hast oder ihn für einen Hund durchgeführt hast, kannst du ein ähnliches Ergebnis für deine Katze erwarten. Falls nicht, erklären wir dir, dass deine Ergebnisse in drei Abschnitte unterteilt und in zwei Modellen angeboten werden, basierend auf unseren anderen Produkten. Im Starter-Kit findest du:
- Rasse. Katzen ähneln stark ihren wilden Vorfahren. Die gezielte Züchtung neuer Rassen ist ein relativ junges Phänomen. Dennoch gibt es genug genetische Vielfalt, um unterschiedliche genetische Varianten zu identifizieren und dir die Rassen deiner Katze aufzuzeigen.
Als Extra erhältst du zudem den Stammbaum deiner Katze mit den Rassen ihrer nahen Vorfahren.
- Physische Merkmale. Katzen sind unglaublich vielfältig, wenn es um Fellfarben und -muster geht. Auch die Länge des Schwanzes und des Fells sowie viele kleine Details, die dir vielleicht nie aufgefallen sind, können in ihrer DNA entschlüsselt werden.
Für anspruchsvollere Kunden enthält das Advanced-Kit zusätzlich:
Krankheiten. Katzen – genau wie Hunde – stellen größere Herausforderungen bei der Vorhersage von Krankheiten dar als Menschen. Das macht genetische Analysen bei ihnen deutlich komplexer. Deshalb konzentrieren wir uns bei Katzen ausschließlich auf monogene Krankheiten, um dir zuverlässige und bestätigte Informationen liefern zu können. Du erfährst, ob deine Katze für eine bestimmte Krankheit gesund, Träger oder betroffen ist.
Arbeiten mit Katzen
Falls du unser tellmeGen-Kit bereits genutzt hast, hast du eine ungefähre Vorstellung vom Ablauf und den Ergebnissen.
Falls du unser Koko Genetics-Kit für Hunde genutzt hast, wirst du eine noch genauere Vorstellung davon haben, was dich erwartet.
Doch anstatt aufzupassen, dass dein Hund das Kit nicht frisst, musst du bei Katzen eher darauf achten, dass sie es nicht vom Tisch werfen!
Ansonsten bleibt der Prozess gleich:
Kontoerstellung, Registrierung, Versand und Rückversand der Probe – und schließlich die Zustellung der Ergebnisse per E-Mail.
Während des gesamten Prozesses halten wir dich über den Status der Probe auf dem Laufenden.
Zum Glück haben Katzen es nicht besonders eilig mit irgendetwas – also musst du nur deine eigene Ungeduld zügeln.
Bei weiteren Fragen oder Anregungen steht dir unser Kundenservice jederzeit zur Verfügung.
Falls du wissen möchtest, welche Tiere als nächstes analysiert werden und ob eines davon ein gehörnter Drache sein wird – darauf haben wir noch keine Antwort.
Für alles andere: Genetische Analysen von Koko Genetics.